Verjährung von Unterhaltsansprüchen

Wir weisen auf folgendes hin:

 

Wurde  vor Ablauf der Verjährung nach § 195 BGB der Unterhaltsrückstand tituliert mittels

 

gerichtlichen Beschluss (§ 197 Abs.1 Ziff.3 BGB)

vollstreckbaren (gerichtlichen oder notariellen) Vergleich (§ 197 Abs.1 Ziff. 4 BGB)

oder Jugendamtsurkunde ( (§ 197 Abs.1 Ziff. 4 BGB),

 

so verjähren diese Unterhaltsrückstände erst nach 30 Jahren.

 

Die zum Zeitpunkt der Errichtung des Unterhaltstitels für die Zukunft titulierten Unterhaltsansprüche sind nicht für die nächsten 30 Jahre vollstreckbar. Obwohl eine Titulierung stattgefunden hat, bestimmt die Sonderregelung nach § 197 Abs.2 BGB, dass titulierte künftige Unterhaltsansprüche genauso wie nicht titulierte Unterhaltsansprüche der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren unterliegen.

 

Unterhaltsansprüche von Kindern gegen Eltern verjähren nicht, solange die Kinder noch minderjährig sind, § 207 BGB.

 

Die Verjährungsfrist beginnt erst wenn die Kinder volljährig werden, allerdings dann nicht mit dem Ende des Jahres, sondern genau am Tag des 18. Geburtstags. Sie endet damit am Tage vor dem 21. Geburtstag um 24:00 Uhr.