Reform des Unterhaltsvorschussgesetz (UVG)

Reform des Unterhaltsvorschussgesetz (UVG)

 

Rückwirkend zum 01.07.2017 ist die Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes (UVG) in

Kraft getreten.

 

Die wesentlichen Änderungen zum UVG in der bisherigen Fassung sind:

 

       Möglichkeit der Inanspruchnahme des Unterhaltsvorschusses über das 12. Lebensjahr

hinaus bis zur Volljährigkeit des Kindes,

 

       Wegfall der Begrenzung der Bezugsdauer auf sechs Jahre.

 

Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Unterhaltsvorschuss für Kinder zwischen

dem 12. und 18. Lebensjahr ist, dass diese nicht auf Hartz IV-Leistungen angewiesen

sind oder der allein erziehende Elternteil bei Inanspruchnahme von Hartz-IV-Leistungen

ein eigenes Einkommen von mindestens 600,00 EUR brutto erzielt. Dadurch will der

Gesetzgeber einen zusätzlichen Anreiz zur Erzielung eigenen Einkommens geben und

die öffentliche Hand damit entlasten.

 

Die Höhe des Unterhaltsvorschusses ergibt sich wie bisher aus dem Mindestunterhalt

der jeweiligen Altersstufe nach § 1612a BGB, von dem das vollständige staatliche

Kindergeld für ein erstes Kind in Abzug gebracht wird. Daraus ergibt sich derzeit ein

Zahlbetrag für Kinder

 

– bis zum 6. Lebensjahr in Höhe von 150,00 EUR,

– bis zum 12. Lebensjahr in Höhe von 201,00 EUR,

– (neu) bis zum 18. Lebensjahr in Höhe von 268,00 EUR.